28.08.2012 - Kulinarisches auf der „Kissinger Höhe“

 

Die Bergehalde „Kissinger Höhe“ hat in diesem Jahr schon einige besondere Veranstaltungen erlebt, darunter das Seifenkistenrennen zum Abschluss des Ferienspaßes, die Eröffnung des Barfußpfades sowie die Aufführung des Sommernachtstraums von Schülern der Jahnschule. Am Freitag, 31. August, nun verwandelt sich die Halde in einen Ort der kulinarischen Genüsse. Unter Federführung der Initiative „Ich und Du – Hammer Dialog der Kulturen“ findet dort ein „Interkulturelles Running Dinner“ statt.

 

Dahinter verbirgt sich ein aus drei Gängen bestehendes Abendessen, das an drei verschiedenen Orten auf der Halde eingenommen wird – und zwar auf dem Hubschrauberlandeplatz (Vorspeise), in „Cottmanns Hütte“ (Hauptspeise) sowie auf der Südkuppe (Nachspeise). Nach Angaben der Mitorganisatoren Annette Baranski, Pfarrer Otmar Rüther, Peter Scholz und Martina Speckenwirth liegen bereits rund 30 Anmeldungen vor. Kurzentschlossene können sich aber noch im Laufe des heutigen Mittwochs unter Telefon 87 65 785 (Martina Speckenwirth oder Barbara Comino) anmelden. Treffen ist um 19 Uhr auf dem Zechenparkplatz am Fuß der Bergehalde, die über die Kamener Straße und die Zufahrt Zum Bergwerk zu erreichen ist. Das Ende der Veranstaltung ist gegen 23 Uhr.

 

Die Teilnahme am „Interkulturellen Running Dinner“ ist kostenlos. Jeder sollte aber eine Vorspeise oder Nachspeise mitbringen. Diese sollten keine Produkte vom Schwein enthalten und nach Möglichkeit „kunterbunt“ sein. Für alles andere – Hauptgericht, Getränke und Unterhaltung – ist gesorgt. Auch um das entsprechende Ambiente werde man sich kümmern, kündigen Baranski und Speckenwirth an.

 

Ziel der Veranstaltung ist es, den kulturellen Austausch insbesondere im Hammer Westen, Pelkum und Herringen zu fördern, gerade wenn die Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen stammen. „Das gemeinsam Essen hat in allen Kulturen eine große Bedeutung. Es ist die einfachste Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich näher kennenzulernen“, erläutert Scholz. Pfarrer Rüther würde sich freuen, wenn das „Running Dinner“ Schule machen und auch von anderen angeboten würde. „Zum Beispiel von Vereinen oder Nachbarschaften.“ Die Initiative „Ich und Du“ könnte dabei Hilfestellung leisten.

 

Das „Running Dinner“ soll aber nur eines von vielen Projekten sein, durch die der interkulturelle Dialog der Menschen in Herringen, Pelkum und im Hammer Westen unterstützt wird. Darüber hinaus hat es bereits verschiedene Beratungsangebote gegeben. Für die Interreligiöse Woche (21. September bis 2. Oktober) soll zudem ein Seminar zur Steigerung der interkulturellen Kompetenz angeboten werden.

 

Um die Arbeit auf feste Füße stellen zu können, ist aus der Initiatve mittlerweile ein Verein geworden. „Das erleichtert uns die Arbeit erheblich. Spenden können zum Beispiel abgesetzt werden“, erklärt Pfarrer Rüther, der am Montagabend in Herringen zum Vorsitzenden gewählt wurde. Dem Vorstand gehören ferner Sema Atakli (Schriftführerin) und Simone Laqua (Kassiererin) an. Aktuell zählt der Verein 14 Mitglieder. Dies soll aber erst der Anfang sein.

 

Quelle: WA vom 28.08.2012, Stefan Gehre